Der unfertige Roman

Schreiben – Lesen – Reflektieren

Artikel

Ich war naiv … unbedarft … und unwissend. Zwar immer etwas skeptisch, bin ich letztlich doch eher vertrauensselig und leicht zu begeistern. Daher entpuppt sich mein Wissensdurst manchmal erst im Nachgang als verhängnisvoll.
Das aufkommende Internet kam damals einem schier unendlichen Forschungsgebiet gleich. Zählte ich in jenen Tagen bereits eher zu den Mid-Agern, verlor ich mich mit Begeisterung in den Weiten dieses neuen Mediums.
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Gerade aus der Ecke der zumeist als sensible Persönlichkeiten charakterisierten Kreativen wird immer wieder berichtet, dieses oder jenes Werk ist in einer Phase großen Schmerzes entstanden. Vertreten sind alle Gattungen: Musiker, Künstler und Schriftsteller. Gemeinhin werden seelische Qualen als Ursache verantwortlich gemacht. Aber warum oder können die was dafür?
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Natürlich existiert eine unüberschaubare Menge an möglichen Foto-Vorlagen im Netz, die aber niemals hätten passen können, weswegen ich mir eine entsprechende Recherche erspart habe. Warum? Es wäre "nur" ein Foto gewesen, aber niemals Kasimir.
Wer Kasimir ist?
Ich will mal nicht eingeschnappt sein, denn wer nur diesen Artikel liest, hat noch nicht meine Kurzgeschichten genossen. Die kann ich natürlich uneingeschränkt empfehlen, beschränke mich hier aber auf – Helge. Nicht Kasimir? Doch, nur nicht so ungeduldig sein.
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AutorInnen wollen nur eins: Schreiben! Nun gut, nicht ganz, sie wollen auch gelesen werden. Dem steht allerdings eine handfeste Hürde im Wege: Vervielfältigung. Kaum verwunderlich ist daher, dass Jemand erkannte, wie sich diese unliebsamen Aufgaben in klingende Münzen umwandeln ließe.
Warum die ersten Autoren die niedrige Beteiligung für ihr Schaffen akzeptierten, lag wahrscheinlich an einem Trick, der auch Heute noch als Speerspitze ins Feld geführt wird: Vorschusszahlungen.
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Kurzgeschichten

»Wissen wir schon was?«
»Du siehst doch, wie das Auto gerade aus dem See gefischt wird. Als Letzter eintrudeln und hoffen, die Anderen haben die Drecksarbeit schon erledigt«, genervt rollte Frank mit den Augen. Die Frotzeleien täuschten darüber hinweg, dass die Beiden sich hervorragend verstanden und ergänzten. »Eine Frau am Steuer; soviel konnten die Taucher im trüben Wasser erkennen«, beantwortete Frank die Frage von Arno dann doch.
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Oh, wie ich dieses Materialisieren aus dem Nichts hasse. Schwuppdiwupp und schon finde ich mich in einer unbekannten Umgebung wieder. Überall zieht und zwickt es. Und weil ich ja der Neue bin, zerrt man mich gleich in die erste Reihe. Hier treibt man es besonders Bunt mit mir. Der Besuch eines Tollhauses oder einer Achterbahn ist ein Kinderspiel dagegen. Versehentlich in der Waschmaschine landen wäre im Vergleich ein harmloser Urlaub.
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Helge wusste es nicht Anders. Nachdenklich starrte er in der glatten Oberfläche des nahegelegenen Sees auf sein Spiegelbild. Es war Hochsommer und zu dieser späten Stunde warm genug, dass er außer seiner kurzen Hose unbekleidet war. Er registrierte durchaus, dass seine Figur über die Jahre mächtiger geworden war. Seinen Vater überragte er um mehr als einen Kopf und viel Stärker wurde er ebenfalls. Habe ich die Kraft aus meinen Eltern gesaugt?, dachte er im Stillen.
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Laut fluchend schlug ich mich durch das dichte Unterholz. Gezeichnet von leicht blutenden Kratzern war meine Freude auf diese einsame Bucht schon vor Minuten verflogen. Im entscheidenden Moment trug der Wind mir leise das Plätschern sanfter Meereswogen herüber. So blieb ich auf Kurs und hörte das Meer immer deutlicher. Salzige Seeluft stieg mir in die Nase, aber vor mir versperrte eine schier undurchdringliche grüne Wand die Sicht. Wo sollte hier ein Pfad zum Strand sein?
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LesBar

Nein, falsch geraten. Es ist kein weiteres Buch der Sparte Lebenshilfe, Psycho-Ratgeber oder spiritueller Sinnfindung, ebenso fehlt jegliches esoterisches Geschwafel. Der Untertitel “Wie Glück im Gehirn entsteht” liefert einen ersten Hinweis auf den Inhalt. Im “Kleingedruckten” konkretisieren sich mögliche Vermutungen, “und andere erstaunliche Erkenntnisse der Hirnforschung”.
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Steampunk? Was'n das? Aber es soll ein Krimi sein, oder? Dann mal her damit, wollen wir mal sehen, was denn dieses Steampunk ist.
Von der Autorin liebevoll eingepackt, dauerte es einige Zeit, bis ich das Schmuckstück dann auspackte. Im Inneren fand ich die persönliche Widmung, die sich jeder Besteller wünschen darf. Diesen Aufwand betreibt Nina Hasse, weil sie ihren Erstling komplett in eigener Regie publiziert. Alleine dafür gebührt ihr Hochachtung. Aber es wäre wirklich Schade, wenn dieses Werk nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt hätte. Denn, so viel sei verraten, es ist eine lohnende Investition.
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Was für ein Lichtblick! Nach zahlreichen Krimis und Thriller war Seelenläufer eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Abwechslung. Leichtfüßig entfaltet Bianca Fuchs eine magische Welt mitten unter uns. Faszinierend.
Ihr Schreibstil ist leichtgängig, weshalb die Buchstaben sanft vor den Augen dahin gleiten. Ohne Hindernisse taucht man in die Geschichte ein. Natürlich ist der magische Aspekt die Besonderheit, doch getragen wird der Roman von den Charakteren. Vom Start weg wunderbar beschrieben, setzt sich das bei deren Entwicklung fort. Ich hatte keine Schwierigkeiten zu Fühlen, weder bei den Figuren, noch der Atmosphäre.
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Sehr gelungener Erstling, mit dem Nicole Neubauer zu Recht unter die Fittiche des renommierten blanvalet Verlag genommen wurde. Die überwiegend eher mittelprächtigen Rezensionen, die mir im Vorfeld begegnet sind, kann ich weder nachvollziehen, noch bestätigen.
Als ich das Buch abends begann, konnte ich es noch nach einigen Seiten aus der Hand legen. Am nächsten Tag gelang mir das nicht mehr. Erst nach 12 Stunden konnte ich mit dem letzten Satz auch das Buch schließen.
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Werkstatt

Zum Abschalten oder Entspannen eine Runde Fernsehen am Abend? Warum nicht? Doch kann man als Schreiberling wirklich abschalten, oder produziert der Kopf nicht ständig irgendwelche Geschichten, seien es auch nur kurze Szenen?
Ich weiß nicht, ob die Herkunft oder der Zusammenhang von Inspiration schon wissenschaftlich erforscht ist, oder sich überhaupt erforschen lässt. Interessiere ich mich durchaus intensiv für Hintergründe, ist mir das in diesem Fall völlig egal. Diese sprudelnde Quelle ist einfach wunderbar und wird sich nicht entzaubern lassen.
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Menschen entwickeln sich. So natürlich auch die in einem Roman vorkommenden. Gehört deren Entwicklung doch gerade zu den Haupt-Faktoren einer Geschichte. Man denke nur an Frodo und Smeagol (Gollum) aus Herr der Ringe oder an Harry Potter.
Damit im Verlauf der Erzählung die Personen eine Entwicklung vollziehen, ist im Vorwege reichlich Gedankenschmalz beim Erschaffer erforderlich. Und um diesen soll es hier gehen.
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Ich erwähnte bereits, als wie hilfreich es sich herausgestellt hat, ein ganzes Kapitel in Szenen aufzuteilen. Obwohl ich im Vorwege unmotiviert war, klappte die Trennung recht reibungslos.
In diesem Artikel soll es jetzt nicht um das Ergebnis für Kapitel 1 des Offenen Romans gehen, sondern um die grundsätzliche Sinnhaftigkeit dieser möglichen Art einer Herangehensweise.
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Endlich konnte ich meine Kurzgeschichte Helge schmeckt Meer hier im Blog veröffentlichen. Diese entstand im Rahmen eines Schreibwettbewerbs. Aufs Treppchen schaffte sie es nicht, was mich nicht stört. Es überhaupt bis zu diesem Punkt gebracht zu haben, war mir Erfüllung genug.
Natürlich hatte ich die sprachliche Form bis zur Einreichung nach Gefühl ausgebessert. Dass ich noch am Anfang meines Potentials stehe, merke ich jeden Tag aufs Neue. Sind seit dem erst 2,5 Monate vergangen, entdeckte ich nun reichlich Optimierungsbedarf.
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