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Michael Peinkofer – Das Zauberer Handbuch

Der Titel und das Cover können den Neugierigen in die Irre leiten. Liest man dann auf dem Rückentext, worum es in diesem Buch geht, macht sich entweder tiefe Enttäuschung breit, oder ein breites Grinsen ziert das Gesicht.

Ja, es ist eine Anleitung.

Beim Stichwort „Zauberer“ fallen euch sicher sofort einige bekannte Namen ein: David Copperfield, Siegfrid & Roy, Hans Klok, Criss Angel, Houdini und wahrscheinlich noch viel mehr.

Tut mir (nicht) Leid, aber um das Fach der Täuschung geht es in keinster Weise.

Mit „Zauber“ wird hier nicht das Täuschen der visuellen Wahrnehmung behandelt, sondern die Fähigkeit im Kopf dir unbekannter Menschen einen ganz eigenen Film entstehen zu lassen. Wie das geht? Grundsätzlich ganz einfach – mit Worten!

Worte, die aneinandergereiht eine Geschichte ergeben; einen Film, der im Kopf eine exklusive Vorstellung veranstaltet.

Dieses Handbuch ist eine Hilfestellung für alle Interessierte, die sich mit dem Gedanken rumschlagen, ein Buch zu schreiben. In erster Linie für Autoren, die sich im Segment der Fantasie positionieren wollen. Allerdings sind die ausführlich beschriebenen Aspekte auf jedwede Literatur anwendbar.

Zur Diskussion steht hier nicht das Schaffen von Michael Peinkofer, dessen Erfolge im Bereich der Fantasie unbestritten sind. Das er die sicher zahlreich an ihn gestellten Fragen als Anlass nahm, darüber ein Buch zu schreiben, zeichnet ihn aus. So kann er dieses Gebiet noch in bare Münze umwandeln. Nein, dieses sollten wir nicht als verwerflich titulieren, sondern als Geschenk annehmen. Wer hat sich sonst die Mühe gemacht, derartige Details zu offenbaren?

Okay, wer bereit ist sich mit englisch sprachigen Büchern auseinanderzusetzen, dem stehen auch weitere Publikationen offen, auf die Peinkofer verweist, auch wenn diese zum Teil schon recht Alt sind. Was nur ein Zeugnis dafür ist, dass hier ein Bedarf nach Erfüllung sucht.

Gärt in dir das Verlangen, eine Geschichte erzählen zu wollen, kommst du um dieses Buch nicht herum. Aufbau und Entwicklung der Dramatik; Personen, Charaktere und Beziehungen; Zeitstrahl der Geschehnisse, die zu einem erfolgreichen Buch führen können, werden hier im Detail beschrieben.

Ein Autor konzentriert seinen Fokus auf die Geschichte, aber alle weiteren Schritte sind steinig und benötigen eine entsprechende Aufmerksamkeit. Was außerhalb passiert und wichtig ist, wird in diesem Buch aufgeführt.

Da die angeführten Beispiele aus der Fantasiewelt von Peinkofers Büchern entspringen, benötigt der Leser ein genügsames Maß an Offenheit, um die Regeln und Tipps auch auf entfernte Literatur anzuwenden. Selbst eine Biographie kann mit diesen Hinweisen zu einem Bestseller werden, wenn der Name nicht ausreicht.

Der „Zauber“ entsteht im Kopf des Lesers. Erfolg entsteht, wenn Begeisterung erzeugt wird. Dieses ist unabhängig vom Genre. Leidenschaft ist der springende Punkt. Das diese allgemein gültiger Regeln folgt, beschreibt Peinkofer in mitreißender Form. An keinem Punkt wird die Lektüre langweilig, oder gibt Anlass, die Gesetzmäßigkeiten zu hinterfragen.

In der Tat, wer mit dem Gedanken schwanger läuft, ein Buch zu schreiben, kommt um dieses nicht herum. Diese Quelle ist nicht zu ignorieren und dafür sollten wir Dankbar sein.

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Artikelbild: Buch-Cover © bei PIPER

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