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Neue Spielwiese: Was wäre wenn

Wohl Jeder kennt diese Gedankenspiele in unserem Kopf, die uns Vergangenes unter veränderten Entscheidungen durchleben lassen. Was wäre passiert wenn; wie hätte es auch ausgehen können? Der Konjunktiv wird zugleich Freund und Feind. Doch Gestern ist vorbei und ein Verweilen in dieser Zeit beraubt uns der Zukunft.

Aber auch im Jetzt ist „Was wäre wenn“ nur das Vorspiel bei jeder Entscheidung, die wir zu treffen haben. Schließlich wollen wir immer „das Beste“, „das Richtige“ für Morgen erreichen. Nur Wenige vertrauen auf ihr Bauchgefühl und ersparen sich langwieriges durchexerzieren unzähliger Möglichkeiten, weil doch eben „die Eine“ fehlt und es häufig anders kommt, als gedacht.

Dabei existieren noch weitere Spielwiesen. Leider wird diesen viel zu schnell der Stempel der Träumerei und Phantasiegebilde aufgedrückt. Sicher, wenn es das reale Leben betrifft, werden wir vorsichtig und neigen lieber dazu unseren Blickwinkel einzuschränken. Doch warum? ‚Was wäre, wenn ich in einen Job wechsle, der mich Glücklich macht?‘ Natürlich, als Gedankenspiel ist das noch einfach und erlaubt. Nur die Umsetzung trifft auf Verachtung. Warum? Von wem? Es sind die Anderen, die daran festhalten, man müsse „Gesellschaftskonform funktionieren“. Igitt! Zufriedenheit unterliegt also der gesellschaftlichen Verdammnis? Das ist zwar leider Realität, deswegen trotzdem ganz schön Bitter.

Allerdings bleiben derartige Gedanken nur solange Gespinste, wie sie im Kopf herumgeistern. Aufschreiben befreit diese, holt sie in die Wirklichkeit und verleiht ihnen mehr Gewicht. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich (wieder) mehr auf den eigentlichen Lebensinhalt: Auf uns Selbst.

Doch „Was wäre wenn“ bildet auch die Basis einer ganz real existierender Materie: Bücher. Kein Roman oder Thriller hätte ohne „was wäre wenn“ das Licht der Welt erblickt.

Und „Was wäre wenn“ ist ebenfalls die Triebfeder hinter Wissenschaft und Forschung.

Es braucht nur ein wenig Mut, sich an die offenbarenden Option zu wagen. Was spricht dagegen, solange keine Gesetze gebrochen werden? Nur weil es Andere für Abwegig halten? Dann würden wir noch wie in der Steinzeit leben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich ermuntere alle Leser_innen einfach mal eines der mit Sicherheit vorhandenen Gedankenspiele über „Was wäre wenn“ aufzuschreiben und mir zu schicken. Egal, ob es nun um Jobwechsel, Lottogewinn, Auswandern, Elfen, Zauberer oder verpasste Liebe geht. Spielt es beim Schreiben durch, wer weiß schon, was am Ende dabei raus kommt?!

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Einsendungen sind über das Kontaktformular oder per E-Mail möglich.

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Artikelbild: THAT is the question… mark! © bei Torley / flickr.com / Lizenz: CC BY SA 2.0 / Bearbeitet: Abmessungen für Webseite proportional angepasst; keine inhaltliche Veränderungen

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